Dämmstoff: Nachhaltig – Applikation: Konventionell

Interview mit Stuckateurmeister Jan Wucherpfennig

Ein ökologisch orientierter Bauherr wollte sein Einfamilienhaus umweltfreundlich dämmen. Stuckateur Jan Wucherpfennig, Geschäftsführer der JWS GmbH in Seulingen, empfahl die Sto-Dämmplatte Top32 Biomass. Über die Gründe spricht der Fassadenprofi im Interview.

Herr Wucherpfennig, seit einiger Zeit verarbeiten Sie auch die Dämmplatte „StoTop32 Biomass“. Wie ging es los?
Jan Wucherpfennig: Ein privater Bauherr fragte nach einem nachhaltigen Dämmstoff. Mineralwolle gefiel ihm zwar, war ihm aber im Vergleich zu Polystyrol zu teuer. Also haben wir ihm die neue EPS-Platte angeboten. Sie besteht vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen der Land- und Forstwirtschaft und das Preis-Leistungsverhältnis passt. Die Platte ist zwar etwas teurer als herkömmliches EPS, erfüllt aber seine Ansprüche an die Ökologie.

Wünschen Kunden häufig umweltfreundliche Bauprodukte?
Jan Wucherpfennig: Immer häufiger, aber der Preis ist ebenso wichtig. Mit den StoTherm-Systemen nutzen wir ein breites Portfolio, mit dem wir auch preislich breit aufgestellt sind. Ich biete neben Mineralwolle häufig auch Holzweichfaser an, vorzugsweise bei Holzbauten. Da kompensieren Fördermittel oft den Mehrpreis. Wer stärker aufs Geld achtet, hat mit der Dämmplatte Top32 Biomass die perfekte Lösung: Sie ist ökologisch und liegt preislich unter Mineralwolle

Stichwort Verarbeitung. Was sagt Ihr Team zur neuen Platte?
Jan Wucherpfennig: Hätte ich nichts gesagt, hätte es keiner bemerkt. Optisch unterscheidet sie sich nicht von herkömmlichen EPS-Platten, sie werden auch genauso schnell und einfach verarbeitet. Wir haben die 160 Millimeter dicken Platten mit dem heißen Draht geschnitten. EPS verkleben wir meistens mit Klebeschaum. In diesem Fall haben wir aus ökologischen Gründen den mineralischen Leichtmörtel StoLevell Novo gewählt. Als Oberputz ist der mineralische StoMiral auf der Fassade – gut zu verarbeiten und mit schöner Kornstruktur.

Und den Putz dann gestrichen …
Jan Wucherpfennig: … ja, zweimal mit StoColor Lotusan AimS. Die Fassadenfarbe ist ebenfalls sehr umweltfreundlich. 30 Prozent ihres Bindemittels ist aus Kiefernöl – auch das hat dem Bauherrn gefallen. Die Farbe schützt ohne biozide Filmschutzmittel vor Befall mit Algen und Pilzen. Schmutz wird vom Regen einfach abgewaschen.

Bei Objekten mit großem Dachüberstand – wo der Regen also nicht hinkommt – empfehle ich StoColor Silco. Die Siliconharzfarbe schützt ebenfalls ausgezeichnet gegen Algen und Pilze, mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wie planen Sie den Einsatz umweltfreundlicher Baustoffe zukünftig?
Jan Wucherpfennig: Die neuen Produkte haben mein Interesse am neuen Dämmsystem StoTherm AimS geweckt, dessen Beschichtungen zu 30 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Der Trend wird sicher weiter zum umweltgerechten Bauen gehen. Steigt die CO2-Steuer weiter, rechnen sich umweltfreundliche Systeme umso schneller. Wir haben jetzt schon Bauherren, die ihre Fassade ursprünglich nur streichen wollten, jetzt aber aufgrund der Energiepreise auch dämmen.

 


 

Zitat
„Die nachhaltige Sto-Dämmplatte Top32 Biomass kann genauso schnell und einfach verarbeitet werden wie eine herkömmliche EPS-Platte. „
Jan Wucherpfennig, Geschäftsführer JWS GmbH, Seulingen

JWS GmbH, 37136 Seulingen
gegründet: 2019
Kernkompetenzen: Fassadenarbeiten, Wärmedämmung,
Innenputze
Auftraggeber: Generalunternehmer,
private und öffentliche Bauherren
Mitarbeiter: 28
www.jws-putz.de

 


 

K A S T E N
Dämmplatte Top32 Biomass
Die Platte ist eine nachhaltige und ökozertifizierte Wärmedämmplatte aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum. Sie besteht zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen der Land- und Forstwirtschaft (nach Biomassebilanz-Verfahren) und kann in den Fassadendämmsystemen StoTherm AimS, StoTherm Classic und StoTherm Vario sowie im Innendämmsystem StoTherm In SiMo verarbeitet werden.

 


 

Das Einfamilienhaus fertig gedämmt, vor dem Auftrag des Außenputzes.

 

Auf der Baustelle arbeiteten die Fachhandwerker in Trupps, um die Flächen zügig fertigzustellen.

 

Stuckateurmeister Jan Wucherpfennig.

 


Die Platten wurden im Punkt-Wulst-Verfahren auf die Fassade geklebt.

 

Anschließend wurde armiert und verputzt.

Bilder: Martin Baitinger / Sto SE & Co. KGaA

 

Altbau in Neu: Das Einfamilienhaus nach der Sanierung. Gut gedämmt ist der Energiebedarf niedrig – und mit den nachhaltigen Baustoffen schonten Stuckateur und Bauherr die Umwelt schon während der Bauarbeiten.

Bilder: Michael Meschede / Sto SE & Co. KGaA

 


 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Jan Birkenfeld

Jan Birkenfeld Author

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