23 Grundschulkinder erkunden die Rieselfelder

Für Störche sind Gummibänder im Bio-Müll eine Gefahr

Zum „Tag der Artenvielfalt“ am 22. Mai besuchten jetzt 23 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hohestieg die Stadtentwässerung Braunschweig GmbH (SEBS) und das Klärwerk Steinhof des Abwasserverbands Braunschweig (AVB) mit einer Fahrt über die Rieselfelder. Als Siegerschule des Kreativ-Wettbewerbs der Bürgerstiftung Braunschweig zum Thema „Störche retten“ hatte die SEBS die Kinder und ihre Lehrkräfte eingeladen. Gemeinsam mit dem Weißstorchbeauftragten Danny Baumgart erlebten sie einen Ausflug in die Natur mit kindgerechten Informationen zu Störchen sowie einen Einblick in die Umweltschutztechnik der Braunschweiger Abwasserverwertung.

Der Ausflug war die Belohnung für das große Engagement der Kinder, die 2025 für den Gestaltung-Wettbewerb der Bürgerstiftung Braunschweig Plakate zum Thema „Störche retten“ entworfen hatten. Ziel des Wettbewerbs war es, über die Gefahren von Gummibändern von Gemüse oder Blumensträußen im Biomüll und in Kompostanlagen aufzuklären. Dort werden sie von den Vögeln mit Regenwürmern verwechselt, verschluckt oder sogar an Jungtiere verfüttert. Das Material ist unverdaulich, sammelt sich im Magen und blockiert die Nahrungsaufnahme, sodass die Tiere trotz gefüllten Magens verhungern können. Gummibänder gehören daher in den Gelben Sack oder den Restmüll und keinesfalls in die Biotonne.

„Es ist toll, dass die Kinder nun auch in der Natur sehen können, wo und wie Störche leben. Schon beim Mal-Wettbewerb haben die Mädchen und Jungen engagiert an den Plakaten gearbeitet. Jetzt erleben sie es ganz nah“, freut sich Nina Lechelt, die als Lehrerin die Aktion begleitet. „Besonders schön an der Aktion: Die Kinder sehen, wie viele Menschen sich für den Schutz der Tiere engagieren. Herzlichen Dank also allen Beteiligten.“

Störche in der Region: Population steigt

Trotz der Gefahren durch die Gummibänder nimmt die Population an Störchen in der Region stetig zu. Mittlerweile sind es rund um die Rieselfelder rund 20 Paare, im Raum Braunschweig insgesamt 25 – und in im Landkreis Peine sogar deutlich über 60, berichtet Danny Baumgart, Storchenbeauftragter des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Besonders beliebt bei den Vögeln ist Wendeburg. Ein Grund dafür: Die Nähe zu den Rieselfeldern, auf denen besonders gute Nahrungsquellen liegen. Baumgart, die SEBS und der AVB engagieren sich seit vielen Jahren intensiv für den Schutz von Flora und Fauna auf den Rieselfeldern. Insbesondere für Vögel hat sich die in erster Linie für die umweltfreundliche Wasseraufbereitung konzipiert Anlage als nachhaltiges Biotop entwickelt. Rieselfelder waren in früheren Zeiten weit verbreitet, heute ist die Anlage in Braunschweig die Einzige in Europa, die noch im Betrieb ist. „Mittlerweile sind die Bedingungen hier so gut – auch aufgrund der Klimaveränderungen – dass Störche ganzjährig hier bleiben und nicht mehr im Winter in den Süden fliegen“, sagt Baumgart.


Hintergrund: Tag der Artenvielfalt

Den „Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt“ führte die UNO im Jahr 2000 ein, seit 2001 findet er am 22. Mai statt. Mit dem Gedenktag erinnern die Vereinten Nationen an das UN-Übereinkommen über Biodiversität, das am 22. Mai 1992 in Nairobi beschlossen wurde und seit 1993 in Kraft ist. Heute ist es mit mehr als 190 Vertragsstaaten eines der erfolgreichsten Übereinkommen der Vereinten Nationen. Es geht dabei um die Erhaltung biologischer Vielfalt, nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt und um die gerechte Aufteilung der aus der Nutzung genetischer Ressourcen gewonnen Vorteile.

 


 

Gruppenbild mit den Kinder der Grundschule Hohestieg zumTag der Artenvielfalt am 22. Mai: Als Gewinnerschule des Gestaltungswettbewerbs der Bürgerstiftung Braunschweig besuchten sie die Rieselfelder und die Abwasser-Anlage in Steinhof. Lehrerin, Ina Patricia Rieger (Öffentlichkeitsarbeit SEBS), Jörg Walther (Betriebsleiter Rieselfelder), Danny Baumgart (Storchenbeauftragter) und Nina Lechelt (Lehrerin) erklärten den kleinen Gästen viel zu den Themen Wasser, Störche und Artenschutz.

Gruppenbild mit den Kinder der Grundschule Hohestieg zumTag der Artenvielfalt am 22. Mai: Als Gewinnerschule des Gestaltungswettbewerbs der Bürgerstiftung Braunschweig besuchten sie die Rieselfelder und die Abwasser-Anlage in Steinhof. Lehrerin, Ina Patricia Rieger (Öffentlichkeitsarbeit SEBS), Jörg Walther (Betriebsleiter Rieselfelder), Danny Baumgart (Storchenbeauftragter) und Nina Lechelt (Lehrerin) erklärten den kleinen Gästen viel zu den Themen Wasser, Störche und Artenschutz.

Der Tag der Artenvielfalt – der 22. Mai – war ein toller Tag für die Kinder der Grundschule Hohestieg: Als Gewinnerschule des Gestaltungswettbewerbs der Bürgerstiftung Braunschweig besuchten sie die Rieselfelder und die Abwasser-Anlage in Steinhof. Julia Probst (Lehrerin), Ina Patricia Rieger (Öffentlichkeitsarbeit SEBS), Jörg Walther (Betriebsleiter Rieselfelder/SEBS), Danny Baumgart (Storchenbeauftragter) und Nina Lechelt (Lehrerin) erklärten den kleinen Gästen viel zu den Themen Wasser, Störche und Artenschutz.
Bilder: Gramann / Stadtentwässerung Braunschweig GmbH (SEBS)

 


 

Abdruck honroarfrei, Belegexemplar erbeten

Jan Birkenfeld

Jan Birkenfeld Author

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