Der Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, hat sich gemeinsam mit Niklas Nüssle (MdL, Grüne) mit Vorständen und Mitarbeitenden der StoGroup in Stühlingen ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die aktuelle wirtschaftliche Lage und die politischen Rahmenbedingungen für die Bauindustrie.
Stühlingen, 08.01.2026. Um sich ein umfassendes Bild von der Situation der Bauwirtschaft zu machen, besuchte Cem Özdemir, grüner Ministerpräsident-Kandidat in Baden-Württemberg, die Sto-Gruppe an ihrem Stammsitz in Stühlingen.
Sto ist Weltmarktführer für Wärmedämm-Verbundsysteme und beschäftigt weltweit rund 5.600 Mitarbeitende. Im Gespräch mit Vorstandschef Rainer Hüttenberger, Technikvorstand Jost Bendel sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Belegschaft betonte Özdemir die Bedeutung des Unternehmens: „Sto ist ein starker Arbeitgeber und ein Vorzeigeunternehmen des baden-württembergischen Mittelstands und Weltmarktführer bei der Wärmedämmung. Sto zeigt, wie Innovation den Bausektor voranbringt und dabei nachhaltige Lösungen entstehen. Mit einem neuen Baden-Württemberg-Standard will ich das Bauen im Land einfacher, schneller und günstiger machen, damit forschungs- und entwicklungsstarke Unternehmen wie Sto ihre Ideen bestmöglich umsetzen können. Mein voller Fokus liegt darauf, unseren Unternehmen die Rückendeckung zu geben, die sie brauchen.“
Bei einem Rundgang stellten die Sto-Vorstände Produktsegmente und Innovationen vor. Im Fokus standen Fassadendämmsysteme. Auch Niklas Nüssle (MdL, Grüne) zeigte sich erfreut: „Die Firma Sto ist nicht nur ein global sehr erfolgreiches Unternehmen, sondern zeigt mit Projekten wie dem geplanten Innovationscampus auch seine regionale Verwurzelung. Es liegt jetzt an uns, die politischen Weichen so zu stellen, dass dieses Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.“
In weiteren Gesprächen gaben die Vorstände Einblicke in die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und äußerten sich kritisch zu den baupolitischen Entscheidungen der Bundesregierung. „Wir befinden uns seit nunmehr drei Jahren in einem Abschwung mit spürbaren Umsatzrückgängen. Geplante Inve-stitionen halten wir bewusst zurück, da uns angesichts sehr volatiler politischer Entscheidungen die notwendige Planungssicherheit fehlt. Auch die aktuelle Bundesregierung hat bislang keine grundlegenden und richtungsweisenden Vorgaben geschaffen, an denen wir uns orientieren können. Hinzu kommt der jüngste Vorstoß der Bundesländer, die für uns wichtige Umsetzung der EU-Gebäudeeffizienzrichtline zu verschieben und inhaltlich zu modifizieren. Kurz gesagt: Es fehlt auf allen politischen Ebenen an Planungssicherheit“, erklärte Hüttenberger. Zudem seien die Klimaziele der Bundesregierung ohne substanzielle Investitionen im Bausektor, insbesondere in der energetischen Gebäudesanierung, nicht zu erreichen. Investoren seien auf verlässliche Rahmenbedingungen und unterstützende Förderprogramme angewiesen.
Am Besuch nahmen auch Stühlingens Bürgermeister Joachim Burger, Anna-Katharina Chavier und Bernd Wallaschek, beide vom Kreisvorstand Bündnis 90/Die Grünen Waldshut, Heiner Röhr, Leiter Vertrieb Deutschland bei Sto und Sto-Betriebsratsvorsitzende Barbara Meister teil.
Sto-Vorstandsvorsitzender Rainer Hüttenberger führte Cem Özdemir durch die Produktionsanlagen in Stühlingen.
Heiner Röhr, Leiter Sto Deutschland (v.l.), Niklas Nüssle und Cem Özdemir von Bündnis 90 / Die Grünen, Rainer Hütten-berger, Sto-Vorstands-vorsitzender und Jost Bendel, Sto-Technikvorstand, diskutieren über verschiedene Dämmstoffe für Gebäude.
Heiner Röhr, Leiter Sto Deutschland (v.l.), Niklas Nüssle und Cem Özdemir von Bündnis 90 / Die Grünen, Rainer Hütten-berger, Sto-Vorstands-vorsitzender und Jost Bendel, Sto-Technikvorstand, diskutieren über verschiedene Dämmstoffe für Gebäude.
Bilder: Sto SE & Co. KGaA
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